Velberts industrielle Entwicklung, geprägt durch die Herstellung von Schlössern und Beschlägen seit dem 16. Jahrhundert, hat tiefe Spuren im städtischen Untergrund hinterlassen. Altlasten, wechselnde Auffüllungen und die Verwitterungsprodukte des unterdevonischen Schiefers machen jede Baumaßnahme zu einer geotechnischen Herausforderung. Wer im Stadtgebiet von Neviges, Langenberg oder der Velberter Innenstadt verdichtet, muss die erreichte Lagerungsdichte des Bodens verlässlich nachweisen, denn die Tragfähigkeit einer Verkehrsfläche oder eines Bauwerksfundaments hängt unmittelbar von dieser Kenngröße ab. Die Korngrößenanalyse liefert dabei die Basis zur Beurteilung des Korngefüges, doch erst die direkte Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 bringt die geforderte Sicherheit. Unser Team setzt dieses Verfahren in Velbert täglich ein, um den Verdichtungserfolg auf Baustellen objektiv zu dokumentieren und die Einhaltung der vertraglich geforderten Verdichtungsgrade nach ZTV E-StB zu bestätigen.
Die Dichte ist der direkteste Indikator für die Tragfähigkeit – ein Sandkegel liefert diesen Wert ohne Modellannahmen, selbst im heterogenen Velberter Baugrund.
Lokale Besonderheiten
Das bergische Klima mit seinen hohen Jahresniederschlägen – Velbert verzeichnet im langjährigen Mittel über 1100 mm – stellt eine ernstzunehmende Gefahr für unzureichend verdichtete Erdbauwerke dar. Dringt Wasser in einen schlecht verdichteten Dammkörper oder eine Tragschicht ein, kommt es zu Setzungen, die im schlimmsten Fall strukturelle Risse im Oberbau verursachen. Die Topografie Velberts mit ihren teils steilen Hanglagen am Rande des Niederbergischen Landes verschärft diese Situation, da Hangwasser und Schichtenwasser die ungesättigte Zone durchströmen und Feinkornanteile auswaschen können. Eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren deckt ungenügend verdichtete Bereiche präzise auf, noch bevor die erste Asphaltschicht aufgebracht wird. Wer hier auf die Kontrolle verzichtet, riskiert nicht nur Gewährleistungsansprüche, sondern auch einen langfristigen Verlust der Gebrauchstauglichkeit seiner Verkehrsfläche.
Geltende Normen
DIN 18125-2:2011-03 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN 18127:2012-09 – Baugrund, Proctorversuch, TP BF-StB Teil B 13 – Technische Prüfvorschriften zur Bestimmung der Dichte im Feld (Sandkegelverfahren)
Häufige Fragen
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Velbert?
Für eine einzelne Prüfung im Stadtgebiet Velbert müssen Sie mit Kosten zwischen €90 und €150 rechnen, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte pro Baustellentag und der erforderlichen Dokumentationstiefe. Bei mehreren Prüfungen am selben Tag reduziert sich der Einzelpreis durch die geringeren Anfahrtspauschalen.
Wie viele Prüfpunkte brauche ich auf meiner Baustelle?
Die Häufigkeit der Prüfungen richtet sich nach den Vorgaben der ZTV E-StB und der vereinbarten Prüfklasse. Bei einem Erdplanum für eine Straße sind üblicherweise mindestens 3 Prüfungen pro 2000 m² und eingebauter Lage erforderlich. In inhomogenen Bereichen, wie sie in Velbert häufig vorkommen, kann eine Verdichtung der Prüfraster sinnvoll sein, um lokale Schwachstellen sicher zu identifizieren.
Kann das Sandkegelverfahren auch bei Regen durchgeführt werden?
Das Verfahren ist grundsätzlich witterungsabhängig. Leichter Nieselregen stellt meist kein Problem dar, solange der Prüfsand rieselfähig bleibt und die Grube nicht zuläuft. Bei starkem Regen, der in Velbert aufgrund der Höhenlage von 230 m ü. NN durchaus häufig auftritt, müssen wir die Arbeiten jedoch unterbrechen, da der Wassergehalt die Fließfähigkeit des geeichten Sandes beeinträchtigt und die Messergebnisse verfälschen würde.