Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.
MEHR ERFAHREN →In Velbert deckt die Kategorie Seismik die standortspezifische Bewertung seismischer Gefährdungen ab, maßgeblich geprägt durch die tektonische Situation am Rand des Rheinischen Schiefergebirges. Grundlage ist die nationale Norm DIN EN 1998-1/NA, die für Regionen mit geringer bis moderater Seismizität detaillierte Untersuchungen vorschreibt. Unsere Spezialtiefbauer setzen dabei auf die präzise seismische Mikrozonierung, um Untergrundverstärkungen räumlich aufzulösen, und die Bodenverflüssigungsanalyse, um das Risiko in locker gelagerten, wassergesättigten Sedimenten zu quantifizieren.
Diese Leistungen sind entscheidend für Hochbauprojekte auf kritischen Infrastrukturen, Brückenbauwerke und Industrieanlagen, bei denen dynamische Lasten zu bemessen sind. Insbesondere bei weichen Talfüllungen oder Kippenstandorten liefern unsere Feldmessungen die Eingangsparameter für die ergänzende Erdbebenisolationsbemessung, sodass Bauwerke sicher von Untergrundbewegungen entkoppelt werden. So entsteht ein belastbares, normenkonformes Baugrundmodell für Velberts anspruchsvolle Geologie.
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Vollständige statische Berechnung für vorgespannte Anker nach DIN EN 1537. Wir legen die freie Stahllänge so fest, dass die Last sicher in den tragfähigen Karbonfels eingeleitet wird, und weisen die innere Standsicherheit gegen Herausziehen und die äußere Standsicherheit gegen Geländebruch nach. Inklusive Festlegung der Vorspannkraft und des Sperrprozesses.
Bemessung von ungespannten Verpresspfählen und Bodennägeln für die dauerhafte Hangsicherung an den typischen Velberter Schichtstufen. Wir modellieren den Verbundwerkstoff aus Bewehrungsstahl und Zementstein im anstehenden Tonstein und weisen die Gruppentragwirkung im räumlichen System nach, sodass auch steile Böschungen dauerhaft standsicher bleiben.
DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN EN 1537:2013-08 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN 14490:2010-11 (Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Bodenvernagelung)
Sobald die zu erwartenden Verformungen des Baugrubenverbaus das zulässige Maß überschreiten, was in Velberts innerstädtischen Tallagen mit Nachbarbebauung im Abstand von unter drei Metern fast immer der Fall ist. Ein aktiver, also vorgespannter Anker begrenzt die Verschiebungen auf wenige Millimeter, während ein passiver Nagel erst bei größeren Verformungen seine volle Kraft aufbaut. Wir treffen die Entscheidung auf Basis einer numerischen Verformungsprognose, die den tatsächlichen Steifigkeitsverlauf des Baugrunds berücksichtigt.
Die Krafteinleitungslänge im unverwitterten Tonstein liegt typischerweise zwischen vier und sieben Metern, abhängig von der Klüftigkeit und der geforderten Gebrauchslast. Hinzu kommt die Freispielstrecke durch die Verwitterungszone und eventuelle Auffüllungen. In den Hanglagen von Neviges oder Langenberg ergeben sich so Gesamtlängen von zwölf bis zwanzig Metern, die wir individuell an den Bohrprofilen bemessen.
Für eine objektbezogene Bemessung inklusive Standsicherheitsnachweisen und Ausführungsplänen liegt das Honorar je nach Projektgröße und Anzahl der Ankerlagen zwischen €1.080 und €3.490. Pauschale Angaben sind schwierig, weil der Aufwand von der Komplexität der Kinematik und der Anzahl der zu führenden Grenzzustandsnachweise abhängt. Wir erstellen Ihnen nach einer kurzen Projektsichtung ein verbindliches Angebot.
Wir klassifizieren den Anker nach DIN EN 1537 in die Korrosionsschutzklasse I und schreiben eine doppelte Umhüllung des Stahlzugglieds mit gewellten PE-Mänteln und zementgebundener Verpressung vor. Den Wasserchemismus des Baugrunds analysieren wir vorab, um eine potenziell aggressive Umgebung zu identifizieren. Bei temporären Ankern unter zwei Jahren Standzeit kann in wenig aggressiven Böden auf Klasse II zurückgestuft werden, was wir im Einzelfall gutachterlich bewerten.
Wir betreuen Projekte in Velbert und seinem Großraum.