In Velbert sehen wir bei Straßenbauvorhaben auf den Verwitterungsböden des Rheinischen Schiefergebirges immer wieder dasselbe Bild: Der anstehende tonig-schluffige Lehm hält kurzfristig gut, verliert aber unter zyklischer Verkehrslast rasch an Steifigkeit. Eine belastbare CBR-Studie für Straßenentwurf klärt genau diese Unsicherheit, bevor der Aufbau dimensioniert wird. Der Versuch misst die Eindringwiderstandsfähigkeit des Materials im Vergleich zu einem standardisierten Kalkschotter und liefert damit den Kennwert, der in den RStO-Tabellen als Eingangsgröße dient. Anders als reine Korngrößenanalysen erfasst der CBR-Test auch die Sensitivität des Bodens gegenüber Wasserzutritt – ein kritischer Punkt in Velberts niederschlagsreichem Klima mit durchschnittlich über 1.100 mm Jahresniederschlag. Für Oberbauschichten ohne Bindemittel kombinieren wir den Versuch häufig mit einem Proctor-Versuch, um die Abhängigkeit der Tragfähigkeit vom Verdichtungsgrad und Wassergehalt zu beziffern. Das Ergebnis ist ein realitätsnaher Bemessungswert, der Überdimensionierung vermeidet und gleichzeitig spätere Setzungen im Asphalt ausschließt.
Der CBR-Wert ist keine Bodenkonstante – er hängt entscheidend von Verdichtungsgrad und Wasserzutritt ab, zwei Faktoren, die im Velberter Lehm besonders kritisch sind.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der CBR-Wert vom Ev2-Wert aus dem Plattendruckversuch?
Der CBR-Wert ist ein Laborindex, der das Materialverhalten unter definierter Verdichtung und Durchfeuchtung beschreibt. Der Ev2-Wert aus dem statischen Plattendruckversuch (DIN 18134) misst hingegen die Verformungsmoduln des Bodens in situ unter einer starren Lastplatte. Beide Werte korrelieren miteinander, aber die Korrelation ist bodenspezifisch. Für die Dimensionierung nach RStO sind beide Kennwerte zulässig, der CBR-Wert wird jedoch häufiger für die Vorbemessung und Materialklassifikation verwendet, während der Ev2-Wert auf dem fertigen Planum als Abnahmekriterium dient.
Welcher CBR-Wert ist für eine Zufahrtsstraße in Velbert ausreichend?
Das hängt von der Belastungsklasse und der Einbaulage ab. Für das Planum unter einer Asphaltbefestigung fordert die RStO mindestens 15 % CBR bei Belastungsklassen bis Bk3,2. Bei höheren Klassen sind 25 % oder mehr erforderlich. Im Unterbau (obere ungebundene Tragschicht) werden typischerweise 40–80 % CBR angestrebt, je nach verwendeter Körnung. Die Velberter Lehmböden erreichen unbehandelt selten mehr als 8 % CBR im gesättigten Zustand, sodass hier meist eine Bodenverbesserung mit Kalk oder Zement nötig wird.
Was kostet eine CBR-Studie für Straßenentwurf in Velbert?
Eine CBR-Studie für Straßenentwurf liegt im Raum Velbert je nach Umfang und Probenanzahl zwischen €160 und €280. Das Standardpaket mit drei Probekörpern und Proctor-Versuch liegt am unteren Ende, das Erweiterungspaket mit Feldkorrelation und zusätzlichen Plattendruckversuchen am oberen. Bei mehr als fünf Probekörpern oder schwieriger Probenahme in Hanglage können Zusatzkosten entstehen, die wir im Angebot transparent ausweisen.