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Korngrößenanalyse in Velbert – Siebung und Hydrometer für tragfähigen Baugrund

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Wenn der Siebturm im Labor aufgebaut wird und die ersten Kilo Boden aus Velbert über die 63-mm-Rundslochplatte laufen, wissen wir schon, worauf es ankommt. Die Böden hier im Niederbergischen sind oft Verwitterungsprodukte des devonischen Massenkalks und Tonschiefers – mal steinig und blockig am Plöger Stein, mal feinsandig-lehmig in Richtung Nierenhof. Für die Korngrößenanalyse heißt das: Wir kombinieren routinemäßig die Trockensiebung mit der Aräometer-Methode nach DIN EN ISO 17892-4. Kein überflüssiges Tamtam, sondern einfach präzise Laborroutine. Das Siebverfahren deckt den Grob- und Sandanteil ab, während das Hydrometer die Schlämmkornverteilung bis in den Feinsttonbereich auflöst. Gerade bei Hanglagen und Auffüllungen im Stadtgebiet Velbert ist diese kombinierte Prüfung essenziell, bevor irgendjemand einen Bagger aufs Grundstück stellt. Wer die Feinkornverteilung nicht kennt, übersieht frostempfindliche Schichten, und das rächt sich spätestens nach dem ersten Winter an der Bodenplatte.

Ohne vollständige Kornverteilungskurve bleibt jede Baugrundbeurteilung in Velberts heterogenen Verwitterungsböden eine Wette.

Methodik und Umfang

Ein Klassiker in Velbert: Der Bauherr lässt nur eine einfache Sieblinie fahren, und bei der ersten nassen Woche steht Wasser in der Baugrube, weil der Schluffanteil die Drainage zusetzt. Das passiert vor allem in den Tonstein-Verwitterungszonen östlich der Langenberger Straße. Eine vollständige Korngrößenanalyse mit Hydrometeranteil deckt genau diese Feinkornfraktion unter 0,063 mm auf. Wir nutzen dafür standardisierte Probenteilung nach DIN 18123, Dispergierung mit Natriumpyrophosphat und eine temperaturkorrigierte Aräometer-Ablesung über 24 Stunden. Das Ergebnis ist eine geschlossene Kornsummenkurve, aus der sich Ungleichförmigkeitsgrad und Krümmungszahl direkt ableiten lassen. In Kombination mit einem SPT-Bohrung zur Bestimmung der Lagerungsdichte und einer Schürfgrube für die bodenmechanische Ansprache vor Ort entsteht ein konsistentes Bild des Baugrunds. Für die Filterbemessung von Drainagen oder die Beurteilung der Frostempfindlichkeit nach ZTVE-StB ist die Korngrößenanalyse das unverzichtbare Fundament.
Korngrößenanalyse in Velbert – Siebung und Hydrometer für tragfähigen Baugrund
Technisches Referenzbild — Velbert

Lokale Besonderheiten

Velbert hat eine lange Bergbau- und Industriegeschichte – die Gießereien und Schlossfabriken des 19. Jahrhunderts haben nicht nur den Ortskern geprägt, sondern auch den Untergrund. In vielen Bereichen, besonders entlang der heutigen B224, liegen anthropogene Auffüllungen mit Schlacken, Ziegelbruch oder Feinsandgemischen, deren Kornverteilung völlig unvorhersehbar ist. Wer hier ohne Korngrößenanalyse gründet, läuft Gefahr, Setzungsdifferenzen oder innere Erosion im Tragschichtsystem zu übersehen. Auch die Frostempfindlichkeit feinkornreicher Auffüllungen wird oft unterschätzt. Eine Sieblinie allein reicht nicht – erst der Hydrometeranteil zeigt, ob die Feinkornfraktion kritische Grenzwerte für Frosthebungen oder Suffosionsanfälligkeit überschreitet. Im schlimmsten Fall führt das zu Rissbildungen in der aufgehenden Konstruktion binnen weniger Jahre. Die Korngrößenanalyse ist hier kein akademischer Luxus, sondern eine schlichte wirtschaftliche Vorsichtsmaßnahme.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenTrockensiebung (0,063–63 mm) + Aräometer (< 0,063 mm)
Normative GrundlageDIN EN ISO 17892-4:2017, DIN 18123
ProbenmengeRichtwert 500–2000 g Feinkorn, abhängig vom Größtkorn
Siebausrüstung63; 31,5; 16; 8; 4; 2; 1; 0,5; 0,25; 0,125; 0,063 mm
DispergierungNatriumpyrophosphat (0,1 N), 18 h Schütteldispergierung
Aräometer-TypBouyoucos-Kalibrierung, Temperaturkorrektur bei 20 °C
DokumentationKornsummenkurve mit d10/d30/d60, Cu, Cc, Bodengruppe nach DIN 18196
LaborakkreditierungDAkkS-zertifiziertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025

Zugehörige Fachleistungen

01

Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse (Standard)

Komplettanalyse von 0,002 mm bis 63 mm für die Baugrundklassifikation nach DIN 18196. Inklusive Bestimmung von Ungleichförmigkeitsgrad Cu, Krümmungszahl Cc und Frostempfindlichkeitsklasse. Geeignet für Gründungsgutachten, Straßenbau und Versickerungsnachweise in Velbert.

02

Spezialuntersuchungen für Erd- und Deponiebau

Erweiterte Kornverteilung für Filterstabilitätsnachweise nach Terzaghi, Suffosionsbewertung und Eignungsprüfung mineralischer Abdichtungen. Berücksichtigt die typischen Auffüllungsmaterialien und Verwitterungsprodukte im Velberter Stadtgebiet.

Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung – Laborversuche – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123:2011 – Baugrund – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196:2011 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTVE-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten (Frostempfindlichkeitsklassen), DIN EN ISO/IEC 17025 – Akkreditierung Prüflaboratorien

Häufige Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Velbert?

Für eine kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 liegt der übliche Rahmen zwischen 110 und 190 Euro, abhängig vom Probenumfang und ob zusätzliche Auswertungen wie Frostempfindlichkeitsklasse oder Filterbemessung gefordert sind. Bei größeren Probenchargen oder wiederkehrenden Aufträgen im Stadtgebiet Velbert lassen sich wirtschaftliche Paketlösungen vereinbaren.

Warum reicht eine reine Siebanalyse ohne Hydrometer in Velbert oft nicht aus?

Weil die Böden im Velberter Raum – besonders die Tonsteinverwitterungen und Auffüllungen – häufig einen hohen Schluff- und Tonanteil unter 0,063 mm haben. Diese Feinkornfraktion bestimmt die Frostempfindlichkeit, die Wasserdurchlässigkeit und das Setzungsverhalten. Ohne Hydrometer bleibt die Kornsummenkurve unvollständig, und die Klassifikation nach DIN 18196 ist nicht normgerecht möglich.

Wie lange dauert eine vollständige Korngrößenanalyse im Labor?

Die reine Siebung ist meist in einem Arbeitstag erledigt, die Aräometer-Analyse benötigt wegen der Sedimentationszeiten und Temperaturkorrekturen etwa zwei bis drei Tage. In dringenden Fällen bieten wir eine Vorab-Sieblinie am Folgetag und den vollständigen Bericht mit Hydrometerauswertung innerhalb von vier Werktagen an.

Welche Probenmenge muss ich für die Korngrößenanalyse bereitstellen?

Das hängt vom Größtkorn ab. Für feinkörnige Böden (Schluff, Ton) reichen rund 500 g, bei sandig-kiesigen Mischböden mit Steinen bis 63 mm benötigen wir etwa 2 kg. Am besten sprechen Sie uns vor der Probenahme kurz an – wir sagen Ihnen genau, wie viel Material wir aus Ihrer Baugrube in Velbert brauchen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Velbert und seinem Großraum. Mehr Info.

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